Der Mensch besitzt leider eine Eigenschaft, die ihm noch einmal teuer zu stehen kommen wird: er kann die Natur nicht in Ruhe lassen.

Der natürliche Ertrag von Tier und Pflanze sind ihm nicht gut genug, und daher bastelt er genau so lange daran herum, bis er eine Methode gefunden hat, um diesen Ertrag hoch zu schrauben.
Dies geschah bis vor kurzem durch die Hochzüchtung. Durch verschiedene Pflanzen (oder Tiere) einer bestimmten Gattung mit einander zu kreuzen, wurde versucht, die günstigen Eigenschaften der einen Art zu kombinieren mit denen einer anderen Art- und diese zu  übertragen auf eine neue Pflanze, oder auf ein neues Tier.

Die Hochzüchtung hat in der Vergangenheit zu imponierenden Ertragssteigerungen geführt, die extra noch hochgeschraubt werden konnten durch verbesserte Zuchttechniken.

Das allerneueste Kunststück auf diesem Gebiet ist die sogenannte Genmanipulation. Es handelt sich hierbei nicht um das kreuzen von verschiedenen Eigenschaften einer Gattung, sondern es wird an den Genen selber herumgefuchtelt.
Mit dieser Biotechnologie können kleine Wunder zu Stande gebracht werden. Trotzdem könnte es ganz gut möglich sein, dasss wir mit diesem Agrartechnischen Kunststücken dabei sind, eine Box von Pandora zu öffnen. Hieraus können neue Krankheiten und Plagen auftauchen durch einen Vorgang, der unwiderruflich und nicht mehr auf zu halten ist.

Die Anwendung der Genmanipulation ist am weitesten fortgeschritten in der Botanik, und diese Errungenschaften werden durch die großen biotechnologischen Firmen verkauft unter dem Prädikat, ein Segen für Mensch und Umwelt zu sein.

Eine der größten Probleme in der Landwirtschaft ist das Unkraut. Das maschinenmäßige Entfernen ist nicht mehr machbar, und mit der Hand wäre es sowieso unmöglich oder zu kostspielig. Dafür hat man die Bekämpfungsmittel erfunden.

Aber um dafür zu sorgen, dass das Unkraut wegbleibt, muss mehrere Male im Jahr gespritzt werden, und auch dann ist es nicht immer wirkungsvoll.

Es gibt zwar sehr wirkungsvolle Bekämpfungsmittel, aber die würden gleich alle Pflanzen töten.

De amerikanische Giftproduzent Monsanto, Erzeuger des Allestöters ‚Round Up’, arbeitete dieses Thema weiter aus. Ihre Biologen bastelten so lange an den Genen der Soja pflanze herum, bis diese resistent geworden war für das Gift Round UP. Dieses Round-Up-Gift konnte die Soja pflanze also nicht mehr töten.

Dieses Ei von Columbus wird inzwischen allerorten und nicht nur in Amerika angewendet.
Landwirte kaufen manipulierten Sojasamen bei Monsanto und bestellen sich dort auch gleich das Gift Round Up. Sobald die Sojapflanzen und das unvermeidliche Unkraut auftauchen, greift man zur Spritze, und der Landwirt erlebt sein blaues Wunder.

Das Unkraut ist verschwunden, die Sojapflanzen wachsen und gedeihen wie nie zuvor... und der Bauer ist mit Händen und Füßen an Monsanto gefesselt.

In Landwiretschaftskreisen werden die Vorteile überall gerühmt. Der Ertrag pro Quadratmeter nimmt zu, denn die Soja pflanze braucht ja nicht mehr mit dem Unkraut zu konkurrieren. Und das ist günstig für den Landwirt! Es braucht auch nur ein Mal gespritzt zu werden. Das ist auch umweltfreundlicher. Und für Monsanto ist es am allerbesten, denn der ganze Vorgang ist gründlich mit Patenten zugenagelt.

Für die amerikanischen Landwirten ist der Kartoffelkäfer ein Alptraum. Sie fressen innerhalb kürzester Zeit große Teile der Ernte weg. Gift spritzen hilft nicht mehr. Die Tierchen sind immun geworden für das Gift. Das ereignet sich auf folgende Weise: Nach einer Bespritzung gibt es immer ein oder zwei Exemplare, die den Angriff überlebt haben. Diese pflanzen sich wieder fort. Bei der nächsten Bespritzung bleiben nicht zwei, sondern zehn oder zwanzig am leben. Auch diese pflanzen sich wieder fort. Und im Nu spitzt der Bauer sich dumm und dämlich, während der Kartafollkäfer sich ins Fäustchen lacht, denn das Gift kann ihm nichts mehr anhaben.
Das nennt man Resistenz, und dagegen ist nichts zu machen. Außer durch Genmanipulation.

In der Halle der Hauptforschungszentrum des größten biotechnologischen Konzerns der Welt, Monsanto in amerikanischen St Louis, beweisen zwei Kartoffelpflanzen in einem Schaukasten den Segen der Genmanipulation.
Der rechten Pflanze geht es schlecht, den die Kartoffelkäfer lassen es sich gut an ihr schmecken...
Die linke Pflanze aber strotzt nur so von Gesundheit, obgleich er auch hier wimmelt von Kartoffelkäfer. Allerdings sitzen diese nicht mehr auf der Pflanze, sondern liegen tot darum herum. Mausetot.
Biotechniker von Monsanto haben die linke Pflanze ausstaffiert mit einem Eiweiß, was die Magenwand des Kartoffelkäffferszerfrisstt sobald er von der Pflanze gekostet hat.

Auch mit anderen Pflanzen hat Monsanto äa’hnliche Kunststücke angestellt.
Die amerikanischen Landwirte haben sich massenweise verfahren lassen durch das genetisch manipulierte Pflanzenmaterial. Die kosten liegen zwar, verglichen mit normalem Pflanzgut, bedeutend höher, dafür die Vorteile aber auch.

Schätzungsweise 50% des Sojabohnenareals in Amerika besteht bereits aus genetisch manipulierten Pflanzen. Bei Baumwolle ist das 40% und beim Mais 25%.
Monsantos nach hätten diese Zahlen sich leicht verdoppelt können, aber es gibt im Moment nicht genügend genetisch manipuliertes Material um der Nachfrage entgegen zu kommen.

Den nächsten Schritt, den biotechnologische Firmen in der Landwirtschaft setzen wollen, ist das ,mixen von genetischen Cocktails: Pflanzen die verschiedene Insekten töten können, resistent sind gegen mehr als nur ein Bekämpfungsmittel und immun sind gegen Schimmel.

Der kleine biotechnologische Betrieb Applied Phytologics Inc in Kalifornien ist mit seinen Ambitionen allerdings schon einige Schritte weiter.
Während große Firmen wie Monsanto sich vor allen Dingen mit Biotechnologie beschäftigen die hauptsächlich Vorteile für den Landwirt bietet, versucht Applied Phytologics ebenfalls den Verbraucher zu begünstigen. Und das geht schon sehr weit!

Die Firma arbeitet an eine Reiseabart die nicht nur Nahrungswert hat, sondern auch noch einen wichtigen Bestandteil besitzt der die menschliche Blutbildung stimuliert. Wenn es an ihnen liegt wird die Bluttransfusion nachher nicht mehr durch einen Schlauch verabreicht, sondern durch einen Teller Reis.

Aber auch das ist nur ein Zwischenschritt. Das Endziel ist Pflanzen derartige genetisch zu manipulieren dassss sie zu pflanzliche Bio – Werken werden dei zum Beispiel umweltfreundlichÖlersatzze produzieren wodurch sogar der Treibhauseffekt zurückgedreht werden kann.

Die Amerikaner sehen vor allen Dingen die unleugbar großen Vorteile der Genmanipulation. Die Biotechnologie erhöht den Landwirtschaftlichen Ertrag ja nicht nur auf den bereits existierenden landwirtschaftlichen Arealen, sondern würde sogar eine Produktion ermöglichen können in Gegenden die jetzt noch klimatologisch ungeeignet sind.
Diese Entwicklung ist ihnen nach unerlässlich, da die Weltbevölkerung immer weiter zunimmt.

Dank der Biotechnologie könnte die Nahrungsknappheit – es gibt ja immer noch 800 Millionen Menschen die hungern – sogar gelöst werden.
Dank der Biotechnologie kann die Anwendung von Bekämpfungsmitteln erheblich verringert werden, und das ist wiederum günstig für die sowieso schon viel zu schwer belastete Umwelt.
Ein geliebtes Vorbild von umweltfreundlicher Genmanipulation ist der Versuch, farbige Baumwolle zu produzieren. Baumwolle ist ein viel benützter Kleidungsstoff, aber leider ist er weiß. Farben müssen durchs Farbbad angebracht werden und das ist eine Prozedur die die Umwelt schwer belastet.
Monsanto arbeitet hart daran eine blaue Baumwollart zu erzeugen wodurch man nachher nicht mehr all die Millionen von Jeans extra zu färben braucht. Und diese Farben verwaschen sich nicht..!

In Europa begrüßt man all diese Segnungen ziemlich kühl. Man quält sich vor allen Dingen mit der Frage herum ob die Genmanipulation nicht ein all zu großer Eingriff in Gottes Schöpfung, oder in Mutter Natur ist.
In der Vereingten Staaten ist diese Diskussion jedoch bereits vor Jahren total verstummt durch die Feststellung dass Genmanipulation sogar in die Natur vorkommt. An einer Beschleunigung und Verbesserung dieses Vorgangs in einem Labor kann also moralisch, ethisch und biologisch gesehen, nichts aus zu setzen sein.
Und das Einbringen von tierischen oder sogar menschlichen Genen in pflanzliches Material ist nach diesen Ansichten nichts anderes als eine schlaue Art und Weise um preiswert unentbehrliche Baustoff für den menschlichen Körper zu produzieren.

Daß genetische Cocktails allerdings auch zum genetischen Giftbecher werden können, wie vor alle Dingen von europäischen Kritikern behauptet wird, ist den Wissenschaftlern im Dienste der Industrie nach undenkbar: die Manipulation findet ja unter kontrollierten Umständen in Laboren statt. Außerdem werden die Ergebnisse zuerst ausführlich getestet bevor das Erzeugnis auf den Markt gebracht wird.
Dies Tests beschränken sich übrigens hauptsächlich darauf ob das manipulierte Produkt auch wirklich besser ist als seine Vorgänger.

Das manipulierte Produkt jedoch endet auf verschiedenste Weise im Ökosystem.
Zu aller erst durch die Nahrungsaufnahme selber: Menschen und Tiere essen ja Nahrung worin genetisch manipulierte Produkte wie Soja und Getreide verarbeitet sind. Die nicht zur Ernährung geeigneten Pflanzteile werden oft noch als Dünger benutzt und unter gepflügt. So verschwindet genetisch manipuliertes Material also in großen Mengen im Boden.

Kein Problem, sagen die Befürworter der Genmanipulation. Die Überrest verschwinden ja einfach. Das ist zu hoffen, denn es gibt keine einzige Gewissheit dass sich nicht eine genetische Zeitbombe im amerikanischen Boden am entwickeln ist.

Für eine Nachforschung nach schädlichen Langzeiteffekten gibt es nach Ansicht der Forscher der biotechnologischen Firmen keine einzige wissenschaftliche Notwendigkeit. Sie verteidigen ihren Standpunkt auf folgende Weise: Bei der Genmanipulation handelt es sich im Grunde genommen im das rumbasteln an Eiweißstrukturen. Diese Strukturen sind in isoliertem Zustand, also als auf sich selber stehende Zellen außerhalb der Pflanze, instabil und zersetzen sich bereits nach kurzer Zeit.
Die Industrie sieht dies als Beweis, dass die manipulierten Gene in den Überresten manipulierter Pflanzen im Boden harmlos sind, da sie sich ja sowieso rasch zersetzen. Das soll auch gelten für die Aufnahme von manipulierten Genen im menschlichen Körper. Die Eiweißstrukturen werden bereits im Magen soweit abgebrochen dass sie nicht einmal in er Blutbahn aufgenommen werden können.

Aber diese Theorie scheint nicht mehr lange Aufrecht zu erhalten. Unabhängige Forscher an amrikanischen Universitäten, unter andem in New York, haben anhand vond Labortests beweisen können daß manipulierte Gene sehr wol längere Zeit im Boden überleben können.

Die noch immer nicht beantwortete Hauptfrage ist nun ob diese Gene vielleicht sogar Verbindungen angehen mit Mikro--Organismen und ob sie auf diese Weise das Bodenleben grundlegend verändern können.
 
Der amerikanischer Landwirt lässt sich den Schlaf trotzdem nicht rauben. Er ist vor allen Dingen daran interessiert, was sich auf biotechnologischen Gebiet über dem Boden abspielt. Und das sind in diesem Fall die wie nie zuvor fast aus den Nächten platzenden, zart im Winde wogenden Felder voller Sojabohnen und Maiskolben.

Aber es wird bald ein anderer Wind wehen.
Im Sommer des Jahres 1999 machte die englische Journaille die Nahrung wobei genetisch manipuliertes Material verwendet worden war, zur Schnecke.
Sie nannten es Frankenstein-Food und verscheuchten damit die Verbraucher derart, dass dies gegen die Supermärkte auf die Barrikaden gingen. Innerhalb einiger Wochen entschlossen sich alle englischen Supermärkten um alle Nahrung worin sich genetisch manipulierte Bestandteile befanden aus ihren Regalen zu holen.

Aufgeschreckt durch die Entrüstungg in Europa fingen jetzt auch amerikanische und japanische Verbrauberschutzorganisationenann sich zu rühren. Nach Ansicht der amerikanischen Lebensmittel- und Medikamentüberwachung ist jedoch nichts los mit der genetisch manipulierten Nahrung. Aber für alle Sicherheit entschloss sich dieser Dienst im Herbste des Jahres 1999 trotzdem um die Sache noch einmal zu überprüfen.

Inzwischen aber werden hunderttausende Tonnen an Mais, Getreide und Soja auf genetisch manipulierte Weise erzeugt. Sollte die Nachforschung der amerikanischen Lebensmittel- und Medikamentenüberwachung trotzdem ausweisen dass die genetisch manipulierte Nahrung doch nicht so sicher ist wie bisher angenommen wurde, dann stehen wir vor einem Problem. In diesem Fall tickt die Zeitbombe nämlich bereits.

Und niemand weiß, wie man diesen Zähler wieder auf Null stellt.

Das unangenehme einer Zeitbombe ist, dass man sie meistens erst bemerkt wenn sie explodiert.
Die meisten Landwirte stecken den Kopf in den Sand, aber unter ihrem Gewerbe tickt trotzdem eine Zeitbombe.
Wo und wie sie explodieren wird, weiß noch niemand, aber dass sie explodieren wird, steht fest...