Verboten seien alle physischen wie psychischen Mißhandlungen: Coupieren, Mißzucht, genetische Manipulation, Verwahrlosen-Lassen, Grausamkeiten wie etwa Tiertransporte, Tierversuche, Scharfmachen der Hunde, falsche Formen der Dressur (tanzende Bären), Bestialität, grausame Spiele mit Tieren, unnötiges Bloßstellen an Lebensgefahr.

Gegen falsche Tier-Industrie und Freizeitjagd!
Tiere bis zur Schlachtung unter katastrophalen Bedingungen zu halten, wie es oft in Fabriken der Fall ist, werden kaum Menschen gutheißen, ebensowenig wie das Tieretöten just for fun. Schwieriger wird es, wenn die Freiheit dem Tiere nur für kurze Zeit bewußt genommen oder gegeben wird, etwa bei mancher Freizeitjagd, oder wenn deren Wohl nur für kurze Zeit interessiert. – viele Haustiere vergnügen ja nur einen Monat lang die neue Familie. Wir werden nur schwierig zu Gesetzen kommen, die das Leid der Tiere vermindern. Besonders die Banden der Industrie werden dagegen arbeiten. Effektiv und schnell sehr ökonomisch Fleisch auf den Teller bringen ist am wichtigsten. Und der Konsument weiß nichts von dem Tierleid, weil er es nicht wissen soll oder nicht wissen will; weil er es verdrängt – denn ob Tiere fühlen, ist ja gar nicht sicher; weil er faul ist; oder weil er abgestumpft ist.

     

Wie steht es um den Angelsport oder Taubensport?
Das Wohl der Tiere nur einzuschränken, um sich zu vergnügen – sarkastisch gesagt: um seine Freiheit zu genießen – verletzt das Recht der Tiere auf Freiheit. Muß da ein Verbot her, oder kann der Mensch zur Einsicht gebracht werden?
Anders als bei der Vergnügungsjagd, steht beim Angelsport meist nicht das Töten, sondern das Fangen und Wieder-frei-Lassen im Mittelpunkt. Sicher ist das Fangen eines Fisches mit Haken oder Netz eine Zumutung für den Fisch, wie kurz auch immer.
Auch im Tauben-„Sport“ interessiert das Wohl der Tiere nicht erstens. Die Einschränkung der Freiheit der Tauben sollte nur so kurz als möglich dauern. Eine Entmutigung dazu wird mehr bewirken als ein Verbot.
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Beim Angelsport könnte man denken an:

  • Das nicht mehr Aussetzen der Fische, wäre auch keine Faunaverfälschung.
  • Das verbieten des Angelns für Jugendliche, ohne Aufsicht eines Erwachsenen.

Beim Taubensport wäre zu denken an?

  • Ein Maximum der Entfernung, Frequenz und Zeit, die die Taube unterwegs ist,
  • sowie eine Einschränkung finanzieller Art des Teilnehmers.
 

Am wichtigsten ist letztlich ein Ethik-Unterricht in der Schule, der auch die Tiere einbezieht, oder ein neuer Studiengang „Tierethik“ an der Universität, oder Kurse zu Ethik an der Volkshochschule, wo Menschen lernen:Tieren haben ein Recht auf Freiheit;

  • kauft kein überzüchtetes Haustier und keine exotischen oder bedrohten Tiere, keines, das im Käfig, Terrarium oder Aquarium gehalten werden müßte;
  • nehmt kein junges Haustier, wenn ihr kleine Kinder habt;
  • habt kein Hobby, bei dem Tiere leiden;
  • seid gegen die scheinbare Freiheit der Tiere in Zirken und Tiergärten, und in Zoos, wenn es nicht um den Erhalt der Tierart geht!

Zum Schluss noch dieses: dass das Freilassen mit Gewalt für Tiere nachteilig ist, da sie von der Versorgung des Menschen abhängig sind. Dieses gilt weniger aber auch für natürlich lebende Rinder und Muflons in abgesonderten Gebieten.
Diese dürfen nicht verwahrlosen bei extremen Wetter oder bei Krankheit. Auch hier ist der Mensch verantwortlich für seine Tiere. Ebenso geht es bei dem Halten exotischer Tiere in (privaten) Tiergärten, wenn es nicht um die Verhinderung des Aussterben einer Art geht, ist diese Form der Freilassung nicht ausreichend.