Sex mit Tieren

Die kurze Antwort

Was sich in deinem Kopf abspielt, gehört dir. Aber ein Tier ist keine Fantasie. Ein Tier kann nicht einwilligen und sucht keinen Sex mit Menschen. Wer ein Tier liebt, lässt es frei und lässt es in Ruhe. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Sex mit Tieren verboten.

Liebe ist Freiheit

Ein Jagdhund und ein Flämischer Riese
Ein Jagdhund und ein Flämischer Riese: Was Haustiere tun, gibt es in freier Natur nicht. Ein echtes Foto von Bert Stoop, nicht mit KI erstellt: So gingen die beiden abwechselnd miteinander um.

Obwohl „Sex mit Tieren“, auch Zoophilie oder Sodomie genannt, ein Suchbegriff ist, mit dem viele Besucher auf dieser Seite landen, haben wir nichts mit Bestialität zu tun.

Die Freiheit der Tiere umfasst auch das Recht, von unseren sexuellen Bedürfnissen verschont zu bleiben. Ein Tier, das sich natürlich verhalten kann, sucht keinen Sex mit Menschen. Gegenseitigkeit gibt es nur, wenn man den anderen frei lässt.

Ein Verlangen zu haben ist etwas anderes, als danach zu handeln. Wer seine Wünsche kennt und annimmt, muss ihnen nicht nachgeben. Liebe das, worauf du Lust hast, aber wisse, was wahre Liebe bedeutet: Freiheit. Wahre Liebe will nicht verletzen.

Die Doppelmoral

Die Empörung über Sex mit Tieren ist berechtigt, aber selektiv. Der niederländische Biologe Midas Dekkers sagte es 2004 so: „Wer dabei erwischt wird, wie er ein Pferd von hinten nimmt, muss ins Gefängnis; wer 500.000 Hühner unter barbarischen Umständen in einen Stall sperrt, bekommt einen großen Sack Subventionen“.

Wer Sex mit Tieren verurteilt, weil das Tier nicht gefragt wird, sollte dasselbe von den 661 Millionen Hühnern denken, die 2025 allein in Deutschland geschlachtet wurden (Statistisches Bundesamt). Auch sie wurden nicht gefragt.

Was sagt das Gesetz?

In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz seit 2013, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder es Dritten dafür abzurichten oder zur Verfügung zu stellen (§ 3 Nr. 13 TierSchG). Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden. In Österreich verbietet das Tierschutzgesetz jede geschlechtliche Handlung an oder mit einem Tier (§ 5 Abs. 2 Z 17 TSchG). In der Schweiz sind sexuell motivierte Handlungen mit Tieren seit 2008 verboten (Art. 16 Abs. 2 Bst. j Tierschutzverordnung).

Lies auch: Die Freiheit ist ein grundlegendes Recht für Tiere; Welcher Umgang mit Tieren sollte verboten werden?.

Aus dem Vorwort von Midas Dekkers

Aus dem Vorwort von 'Liebes Tier' (Lief Dier) von

"Menschen lieben Tiere. Ein Streicheln hier, eine Umarmung dort, mit der Nase im Fell wühlen, fast bis zur Eifersucht der anderen. So werden holländische Hunde mehr gestreichelt als holländische Menschen. Aber nicht allzu weitreichend: Die Stelle auf der hinteren Unterseite bleibt in der Regel unberührt. So hoch wie die Tierliebe angeschrieben steht, sosehr ist Sex mit Tieren ein Tabu. Wer sich damit einlässt, stößt auf große Verachtung".

"Doch auch wenn es äußerst verpönt ist, kommt es vor: Sex mit Tieren; die äußerste Konsequenz von Liebe, Liebe in der leiblichen Form. Auf dem Bauernhof, im Bordell, oder einfach zu Hause vor dem Kaminfeuer. Aber vor allem doch in unserem Kopf. Die Fantasie ist unser bestes Geschlechtsorgan".

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