Die schlimmsten Missstände in der Massentierhaltung |
Mangelndes Tierwohl in der intensiven Tierhaltung
Einführung
Die Massentierhaltung, auch bekannt als intensive Viehwirtschaft, bildet einen wichtigen Bestandteil der modernen Landwirtschaft, wirft jedoch gleichzeitig viele ethische Fragen hinsichtlich des Tierschutzes auf. In dieser Industrie werden Tiere hauptsächlich gezüchtet und gehalten, um maximale Produktion in möglichst kurzer Zeit zu erzielen. Dies führt dazu, dass die meisten Tiere ihr Leben unter Bedingungen verbringen, die weit von dem entfernt sind, was für sie natürlich ist. Der Fokus dieser Branche liegt hauptsächlich auf Effizienz und Gewinn, wobei das Wohl der Tiere oft zweitrangig ist.
Das Leben eines Tieres in der Massentierhaltung ist in der Regel kurz und entbehrt jeglicher Möglichkeit, natürliches Verhalten zu zeigen. Die Tiere werden oft in engen und künstlichen Umgebungen gehalten, in denen ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und ihre sozialen und natürlichen Bedürfnisse weitgehend ignoriert werden. Der ständige Druck, schnell zu wachsen und möglichst bald geschlachtet zu werden, bedeutet, dass diese Tiere selten ihre natürliche Lebenserwartung erreichen. Ihr Dasein ist geprägt von einem Mangel an Raum, frischer Luft und sozialer Interaktion, was für ihr Wohlbefinden unerlässlich ist.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, über die Auswirkungen der Einschränkung des natürlichen Verhaltens von Tieren nachzudenken. Tiere haben wie Menschen das Bedürfnis, ihre Umgebung zu erkunden, soziale Bindungen einzugehen und sich physisch und mental zu entwickeln. Die Massentierhaltung beraubt sie dieser Möglichkeiten, was zu einem Leben voller Stress, Frustration und schließlich einem frühen Tod führt. Diese Realität wirft grundlegende Fragen darüber auf, wie wir Tiere behandeln und welchen Wert wir ihrem Wohlbefinden im Streben nach wirtschaftlichem Gewinn beimessen. |
Missstände pro Tiersorte
Auf dieser Seite stehen Missstände pro Tiersorte. Wir haben diese Beanstandungen gegen die Massentierhaltung auch nach Art des Einwands sortiert.
Die Geschwindigkeit und die Anzahl der Tiere, die wir ständig benutzen, ist immens. Die Lösung ist einfach und von niemand anderem abhängig.
Hinter den Links auf dieser Seite befinden sich überwiegend Fotos. Unterhalb jeder Kategorie gibt es einen Link zu einer Slideshow über die Umstände, unter denen diese Tiere leben. |
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Schweine
Schweine haben ein robustes Immunsystem, das im Allgemeinen gut gegen Stress gewappnet ist. Jedoch kann unter gewissen Umständen die Gefahr von Infektionen vergrößert werden.
Hierzu zählen u.a. Machtkämpfe von Tieren, die als unbekannte Gruppe zusammen in Boxen gepfercht werden, das Kastrieren ohne Betäubung und das Spritzen von inaktiven Viren als Vakzine. Dr. Johanna de Groot (Universität Wageningen) schreibt weiterhin in ihrer Dissertation: "Viehhalter sollten dies so viel wie möglich vermeiden".
Die meisten Mastschweine stehen ihr ganzes Leben auf Spaltenboden aus Beton, damit Kot und Urin nach unten fallen. Die Tiere stehen den ganzen Tag in der Ammoniakluft. Durch das Stehen auf den Spalten leiden die Tiere an schwachen Klauen. Das Gesetz schreibt mindestens acht Stunden Licht pro Tag vor. Tageslicht oder Auslauf sehen die meisten Schweine trotzdem nie. In engen Buchten ohne Abwechslung sind sie immens stressgefährdet und verfallen beim Transport ins Schlachthaus (nach 3 bis 6 Monaten) in Panik. Das wird noch schlimmer bei langen Transporten über die Grenze. Deutschland führte 2024 rund 10,4 Millionen Ferkel ein, vor allem aus Dänemark (7,4 Millionen) und den Niederlanden (2,9 Millionen), um sie hier zu mästen. Schweine sind schlechte Reisende. Sie sind anfällig für Stress und werden unterwegs schnell krank.
Säue werden, wenn sie Junge haben, eingeklemmt zwischen zwei Stangen, so dass sie sich nicht umdrehen oder versorgen können. Dies soll vermeiden, dass die Ferkel, als Folge von Platzmangel in den Ställen, von ihrer eigenen Mutter erdrückt werden.
2020 wurde in Deutschland beschlossen, den Kastenstand im Deckzentrum abzuschaffen. Bestehende Betriebe haben dafür aber Zeit bis 2029, auf Antrag bis 2031. Im Abferkelbereich darf die Sau künftig nur noch rund um die Geburt höchstens fünf Tage fixiert werden. Hier gilt die Übergangsfrist sogar bis 2036, auf Antrag bis 2038. |
Die Ferkel
Die Ferkel werden nach bereits 3 bis 4 Wochen (anstatt der natürlichen 14 Wochen) von der Mutter getrennt. Im Alter von ungefähr 72 Tagen werden sie in einen Mastbetrieb transportiert. Ein Mastschwein von 50 bis 110 Kilo hat nach dem Gesetz nur 0,75 m2 Platz zur Verfügung.
Wegen des Einflusses der männlichen Hormone auf den Geruch des Fleisches werden die männlichen Ferkel (Eber) kastriert. Seit 2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten. Kastriert wird trotzdem noch, nun unter Narkose. Alternativen sind die Ebermast und die Impfung gegen Ebergeruch. In vielen anderen Ländern werden Ferkel weiterhin ohne Betäubung kastriert.
Von Natur sind Schweine eigentlich verspielte und intelligente Tiere. Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit entwickeln die Schweine jedoch enorme Verhaltensstörungen; sie kauen an den Gitterstangen, zwischen denen sie eingeklemmt stehen.
Ob die Regeln eingehalten werden, wird kaum kontrolliert. Nach Angaben der Bundesregierung (2018) wird ein Tierhaltungsbetrieb in Deutschland im Durchschnitt nur alle 17 Jahre vom Veterinäramt kontrolliert, in Bayern sogar nur alle 48 Jahre. Sehr enge Unterbringung in den Ställen und keinerlei Ablenkung sind mehr die Regel als die Ausnahme.
Quellen: Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (§§ 26, 29, 30, 45), Statistisches Bundesamt (Ferkeleinfuhren 2024), Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (2018). Aktualisiert am 5. Oktober 2026. |
Machen Sie einen virtuellen Rundgang durch einen Schweinestall. |
Kühe
Milchkühe werden im Durchschnitt nur etwa 6 Jahre alt, obwohl sie von Natur aus rund 20 Jahre alt werden können. Nach durchschnittlich knapp 4 Jahren Milchgeben lässt ihre Leistung nach. Dann werden sie geschlachtet. Um die Milchproduktion zu stimulieren, kriegen sie jedes Jahr ein Kalb. Um zu verhindern, dass das Kalb sich an die Mutter bindet, wird es nach einer Woche von der Kuh weggeholt.
2020 kam nur noch knapp ein Drittel der Milchkühe in Deutschland auf die Weide (31 %). Rund 10 % standen in Anbindehaltung, die noch immer erlaubt ist. Fast die Hälfte dieser Betriebe hält die Kühe das ganze Jahr angebunden. |
Kälber
Kälber, die für die Fleischproduktion gehalten werden, werden jung geschlachtet. In Deutschland wurden 2023 rund 296.000 Kälber geschlachtet. Viel mehr Kälber verlassen Deutschland: Hunderttausende männliche Kälber aus Milchbetrieben werden jedes Jahr vor allem in die Niederlande gebracht und dort zu Kalbfleisch gemästet, ein kleinerer Teil nach Spanien. Kälber für weißes Kalbfleisch kommen meist mit etwa sechs Monaten zur Schlachtung, Kälber für Rosé-Kalbfleisch mit acht bis neun Monaten. Seit 2023 dürfen Kälber in Deutschland erst ab einem Alter von 28 Tagen transportiert werden (Ausnahme: im eigenen Fahrzeug bis 50 Kilometer). Die EU erlaubt den Transport schon ab einem Alter von zehn Tagen.
Kälber für weißes Kalbfleisch bekommen vor allem Milchaustauscher mit so wenig Eisen, dass das Fleisch hell bleibt. Die europäische Kälberrichtlinie legt nur eine Untergrenze fest: durchschnittlich 4,5 mmol Hämoglobin pro Liter Blut. Ab zwei Wochen müssen Kälber außerdem etwas Raufutter bekommen, bis zu 250 Gramm pro Tag. Weil das Eisen so knapp gehalten wird, lecken die Kälber oft am Metall ihrer Bucht.
Nach acht Wochen dürfen Kälber nicht mehr einzeln in einer Box stehen. Sie werden dann in Gruppen gehalten, meist auf harten Spaltenböden aus Holz oder Beton mit etwa 1,8 m² pro Kalb. Der Stall muss tagsüber beleuchtet sein; die völlige Dunkelheit von früher ist verboten. Aber grasen, rennen oder bei ihrer Mutter trinken können diese Kälber ihr ganzes Leben lang nicht.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Landwirtschaftszählung 2020, Schlachtungen 2023), Tierschutztransportverordnung, EU-Richtlinie 2008/119/EG, Wissenschaftliche Dienste des Bundestages (Kälbertransporte, 2020). Aktualisiert am 5. Oktober 2026.
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Legehennen
Wenn Küken in der Brüterei aus den Eiern schlüpfen, werden sie - abhängig von Rasse und Geschlecht - sortiert für den Lege- oder Mastbetrieb. Die männlichen Küken der Legerassen gelten als "wertlos". In den meisten Ländern werden sie gleich nach dem Schlüpfen getötet. In Deutschland ist das seit 2022 verboten: Das Geschlecht wird im Ei bestimmt, oder die "Bruderhähne" werden aufgezogen und nach einigen Wochen geschlachtet.
Hühner werden ungefähr 1 Jahr alt, dann haben sie ungefähr 300 Eier gelegt und sind nur noch brauchbar für die Suppe.
Kahle Legebatterien sind in der EU seit 2012 verboten. In Deutschland läuft auch die Kleingruppenhaltung aus: Ende 2025, in Härtefällen bis 2028. |
Mastküken
Mastküken leben ungefähr 6 Wochen, danach werden sie geschlachtet. In dieser kurzen Zeit wachsen sie mit speziellem Futter rasend schnell vom Küken zum halbwüchsigen Huhn. Wenn sie unter diesen Umständen länger leben würden, dann würden sie zu schwer werden und wortwörtlich zu Tode wachsen. Für den Transport ins Schlachthaus werden sie mit Gewalt in Kisten gepfercht, ohne Rücksicht auf Flügel- oder Pfotenbrüche. Unter diesen stressvollen Umständen werden sie in (halboffenen) Frachtwagen ins Schlachthaus transportiert. Es kommt vor, dass beim Betäuben eine zu niedrige elektrische Spannung verwendet wird, um Knochenbrüche und Blutergüsse zu vermeiden. Dann sind die Tiere nicht ausreichend betäubt.
Das Fleisch dieser Küken wird als Hühnerfleisch verkauft: Irreführung und Tierleid. Die Europäische Masthuhn-Initiative fordert langsamer wachsende Rassen, mehr Platz und Tageslicht. In Deutschland haben unter anderem Aldi, Lidl, die Rewe Group, Globus und Tegut unterschrieben, Edeka und Kaufland nicht (Stand November 2024).
Quelle: Albert Schweitzer Stiftung, Masthuhn-Report 2024. |
Truthähne
In den kommerziellen Truthahnfarmen werden die Tiere zu Tausenden in kleinen, dunklen Räumen gehalten. Dies führt meistens zu Aggressivität, Verletzungen an den Pfoten, Stress, Federpicken und Kannibalismus. Durch die intensive Haltung sterben viele Tiere schon in den ersten Lebenswochen. Die Zielsetzung dieser Betriebe ist das so schnell mögliche Fettmästen von Truthähnen. Die Züchtungen sind einzig gerichtet auf schnelles Wachstum. Das hat zur Folge, dass die Tiere nicht mehr auf natürliche Weise paaren können. Die Hähne sind zu schwer gezüchtet. Die Hennen müssen darum künstlich befruchtet werden.
Für Mastputen gibt es in Deutschland keine gesetzlichen Haltungsvorgaben. Im April 2026 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass die übliche Putenmast gegen das Tierschutzgesetz verstößt: über 5.000 Tiere in einem Stall, am Ende der Mast 53 Kilo Pute pro Quadratmeter, kaum Möglichkeiten zum Ruhen. Die Veterinärämter müssen in solchen Fällen einschreiten.
Quelle: Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 23. April 2026 (3 C 2.25). |
Gänse
Foie Gras
Die Gänse haben in den ersten Monaten ihres Lebens freien Auslauf. Pro Tag nehmen sie zirka 200 Gramm Futter zu sich, verteilt über den ganzen Tag. Dann kommt der Moment, dass sie produktionsreif sind. Eingesperrt in kleine Einzelkäfige (Enten) oder in kleinen Gemeinschaftsräumen bekommen die Tiere zweimal täglich (Enten) oder dreimal täglich (Gänse) einen 30 cm langen Trichter in die Kehle geschoben.
Pro Tag wird - durch pneumatischen Druck - beinahe ein ganzes Kilo Maisbrei bis in den Magen geschoben. Die Überdosis an einseitigem Futter führt dazu, dass sich Fette in der Leber rasend schnell anhäufen. Die Vögel bekommen Probleme mit Blutzirkulation und Atmung, da die 8 bis 10 Mal zu große Leber die Lungen wegdrückt.
Die Stopfmast ist in Deutschland verboten. Foie gras darf aber eingeführt und verkauft werden. |
Nerze
Im Frühjahr werden die jungen Nerze im Käfig geboren. Nach 7 Monaten (wenn die Tiere ihr Winterfell haben) werden sie getötet und gehäutet.
Ihr kurzes Leben verbringen die Tiere in viel zu kleinen Käfigen. Sie können nicht rennen, sich verstecken oder flüchten. Es gibt kein Wasser zum Schwimmen oder Fischen, was ihrer natürlichen Umgebung entsprechen würde. Im Käfig ist nur ein Trinknippel für die Wasserzufuhr. Nerze sind nicht-domestizierte Raubtiere mit denselben Eigenschaften wie ihre in Freiheit lebenden Artgenossen. Es ist darum auch nicht verwunderlich, wenn die Tiere in Gefangenschaft verhaltensgestört werden. Dieses Verhalten äußert sich z.B. im endlosen Wiederholen von sinnlosen Bewegungen (zu vergleichen mit dem kontinuierlichen Auf- und Ablaufen von Raubtieren in nicht-artgerechten Zoos). Außerdem beißen Nerze regelmäßig ihren Schwanz und ihr Fell kaputt. Sie laufen im Kreis und drehen mit ihrem Kopf unaufhörlich um den Trinknippel.
In Deutschland gibt es seit 2019 keine Nerzfarmen mehr. In anderen Ländern geht die Pelztierzucht weiter. |
Kaninchen
Weibliche Kaninchen (Zibben) sind nur Wegwerfartikel. Sobald das weibliche Kaninchen nicht länger 7 Neste pro Jahr werfen kann, wird es ersetzt. Die Verlustrate bei diesen Häsinnen liegt bei 90%! Dazu kommen noch 55% von Häsinnen, die wegen Krankheiten unproduktiv werden. Das bedeutet bei den Häsinnen eine Verlustrate von 145%.
Auch unter den jungen Kaninchen ist die Sterberate hoch: 15% der jungen Tiere sterben bereits, bevor sie beim Muttertier weggeholt werden. Danach sterben nochmal 10% der Jungtiere. Das sind erschreckende Zahlen, die zurückzuführen sind auf schlechte Haltung der Tiere in der intensiven Kaninchenzüchtung.
Seit 2014 regelt die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Deutschland auch die Haltung von Kaninchen, mit etwas mehr Platz pro Tier. Die letzten Übergangsfristen liefen 2024 aus. Die Haltung in Käfigen ist aber weiterhin erlaubt. |
Internationale Tiertransporte
Tiere, die international transportiert werden, sind u.a. Schafe, die lange aus England z.B. nach Griechenland gebracht und dort ohne Betäubung geschlachtet wurden (seit 2024 verbietet Großbritannien solche Exporte), Pferde und Esel aus Litauen, die in Italien geschlachtet werden, aber auch Millionen Ferkel aus Dänemark und den Niederlanden nach Deutschland und Kälber aus Deutschland in die Niederlande und nach Spanien.
"Um zu vermeiden, dass die Tiere sich im Frachtwagen erbrechen, bekommen sie oft einen Tag vor dem Verladen kein Futter mehr. Auf grobe Weise werden sie aus den dunklen Ställen in die Laderäume des Frachtwagens getrieben. Noch bevor der lange Transport beginnt, sind die Tiere bereits vollständig gestresst".
Internationale Tiertransporte vergrößern die Gefahr auf Mund- und Klauenseuche. Die Tiere, die tagelang unterwegs sind, kommen auf Plätze, an denen auch Tiere aus anderen Ländern vorbeikommen.
Ohne Betäubung oder unzureichend betäubt Schlachten
Dies trifft vor allem die Tiere in südeuropäischen Ländern, aber auch Geflügel in Schlachthöfen in Nordeuropa, wenn die Betäubung nicht richtig funktioniert. Auch rituelles Schlachten durch Muslime wird oft ohne Betäubung durchgeführt. |
Fischindustrie
Bei der Verwendung von Schleppnetzen wird nicht nur der gewünschte Fisch gefangen. Ein Teil des Fangs wird wieder ins Meer geworfen, weil der Fisch zu klein ist, die Fangquote erreicht ist oder der Fang kommerziell nicht interessant ist. Weltweit sind das laut FAO etwa 9 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr: 10,8 % des Meeresfangs (2010–2014). Fast die Hälfte davon stammt aus Grundschleppnetzen. In der EU gilt seit 2019 eine Anlandeverpflichtung für Arten mit Fangquote, allerdings mit vielen Ausnahmen.
Der ins Meer zurückgeworfene Fisch ist dann bereits zu Tode gedrückt, erstickt oder auf andere Weise zu Tode gekommen. Für diejenigen, die vom Leiden des Fisches beim Fangen nicht beeindruckt sind, verweisen wir auf den Beifang von z.B. Säugetieren wie Delfinen beim Fang von Thunfisch. Delfine werden in kilometerlange Netze verstrickt und sterben einen langsamen Tod durch Ertrinken.
Die Schleppnetze ruinieren den Seeboden, wodurch das ökologische System gestört wird und für lange Zeit verloren ist. Meere werden leer gefischt. Laut FAO wurden 2023 nur 62,4 % der untersuchten Fischbestände innerhalb biologisch nachhaltiger Grenzen befischt. Die übrigen sind überfischt. Fisch wird nicht nur gefangen, sondern auch gezüchtet. Manche Fischsorten, Lachs zum Beispiel, werden in großen schwimmenden Netzkäfigen gehalten. Diese Form der Züchtung hat viel mit der Massentierhaltung gemeinsam.
Quellen: FAO, A third assessment of global marine fisheries discards (2019); FAO, The State of World Fisheries and Aquaculture 2026. Aktualisiert am 14. Oktober 2026. |
Für Bilder aus dem Leben dieser Tiere (und andere Arten), bevor sie getötet wurden, besuchen Sie die Website des Fotografen Jo-Anne McArthur. |
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