Die Nachteile eines Haustiers für den Menschen

Woran man vor der Anschaffung eines Haustiers denken sollte

Ein Haustier wie ein Hund hat nicht nur schöne Seiten. Es gibt einige Dinge, die man sich vorher gut überlegen sollte. Ein paar Beispiele:

  • Verantwortung
  • Zeit
  • Urlaub
  • Erziehung
  • Soziale Einschränkungen
  • Chip und Registrierung
  • Kosten
  • Platz und Umwelt
  • Trauer
  • Alter

Verantwortung

Ein Hund ist eine große Verantwortung. Bei allem, was man (täglich) tut, muss man an das Tier denken.

Zeit

Ein Hund kann zehn bis fünfzehn Jahre alt werden. Er bestimmt zu einem großen Teil den Tagesablauf. Man muss alle paar Stunden zu Hause sein, um mit ihm Gassi zu gehen und ihn zu füttern. Gassi gehen, erziehen, spielen, bürsten und kuscheln kosten jeden Tag viel Zeit.

Fast alle Hunde haaren, lang- wie kurzhaarige. Die Haare liegen im ganzen Haus und das Putzen kostet viel Zeit. Im Fellwechsel muss man mindestens einmal am Tag sauber machen und den Hund bürsten.

Urlaub

Im Urlaub muss das Tier untergebracht werden und jemand muss sich um es kümmern.

Erziehung

Ein Hund kann Verhaltensprobleme haben oder bekommen. Eine gute Erziehung ist sehr wichtig und längst nicht jeder kann ein Tier gut erziehen. Dann zerstört der Hund zum Beispiel Möbel. Oder er ist aggressiv gegenüber Menschen. Manche Hunde hören auf niemanden.

Soziale Einschränkungen

Hunde sind längst nicht überall willkommen, etwa in Geschäften, Restaurants oder Verkehrsmitteln. Auch bei Freunden oder Bekannten kann ein Hund ein Problem sein. Viele Menschen, zum Beispiel Nachbarn, empfinden das Bellen als störend.

Chip und Registrierung

Eine bundesweite Chippflicht für Hunde gibt es in Deutschland nicht. Jedes Bundesland regelt das in seinem eigenen Hundegesetz. In sieben Ländern, darunter Niedersachsen, Hamburg und Berlin, müssen alle Hunde einen Chip tragen. Niedersachsen und Berlin führen dazu ein zentrales Hunderegister. In den übrigen Ländern gilt die Pflicht meist nur für große oder als gefährlich eingestufte Hunde. Wer seinen Hund oder seine Katze kostenlos bei TASSO oder FINDEFIX registriert, findet ein entlaufenes Tier leichter wieder.

Das wird sich ändern. 2026 hat die EU die Verordnung 2026/1818 über das Wohlergehen und die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen beschlossen. Danach müssen alle Hunde und Katzen gechippt und in einer nationalen Datenbank registriert werden: für Züchter und Händler ab 2030, für alle Hundehalter spätestens 2036 und für alle Katzenhalter spätestens 2041.

Kosten

Ein Haustier kostet viel Geld. Zum Kaufpreis kommen ein Korb, eine Leine, Futter und natürlich Tierarztkosten. Nicht jeder Hund bleibt sein Leben lang gesund. Mit etwas Pech steigen die Tierarztkosten stark. Die zusätzliche Pflege kostet außerdem viel Zeit.

Dazu kommt in fast allen Gemeinden die Hundesteuer. 2024 nahmen Städte und Gemeinden damit rund 430 Millionen Euro ein, so viel wie nie zuvor.

Platz und Umwelt

In Deutschland lebten 2024 rund 10,5 Millionen Hunde und 15,9 Millionen Katzen. Ihr Futter braucht viel Land. Nach einer Studie der Universität Edinburgh (2020) verursacht Trockenfutter für Haustiere weltweit 56 bis 151 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Das sind 1,1 bis 2,9 Prozent aller Emissionen der Landwirtschaft. Dafür werden 41 bis 58 Millionen Hektar Agrarland genutzt, etwa doppelt so viel wie die Fläche Großbritanniens.

Trauer

Viele Haustiere werden im Vergleich zum Menschen nicht alt. Wenn sie sterben, kann die Trauer sehr tief sein.

Alter

Wie beim Menschen kann die Tiermedizin das Leben von Haustieren immer weiter verlängern. Wie weit geht man mit?

Folgen für andere

Neben diesen Nachteilen für einen selbst gibt es auch Folgen für andere Tiere und die Umgebung:

  • Hunde fressen Fleisch aus der Massentierhaltung
  • Hundekot

Hunde fressen Fleisch aus der Massentierhaltung

Hunde sind Fleischfresser. Das Fleisch in ihrem Futter stammt fast immer von Tieren aus der Massentierhaltung. Anderes Futter ist meist sehr teuer. Außerdem lässt man viele Tiere töten, um das eigene Haustier zu ernähren.

Hundekot

Hundekot ärgert viele MenschenHundekot ist für viele Menschen ein großes Ärgernis. Er liegt auf Gehwegen und Spielplätzen, aber auch auf Waldwegen. Er stinkt und bleibt an Schuhen und Kleidung hängen. Die Reinigung kostet die Gemeinden viel Geld. In vielen Gemeinden müssen Hundehalter den Kot aufsammeln.

Zum Schluss

Am Beispiel des Hundes sind verschiedene Punkte zur Sprache gekommen, an die man normalerweise nicht so schnell denkt. Nicht alle, aber die meisten Argumente gelten auch für andere Haustiere. Umgekehrt gibt es bei anderen Haustieren Punkte, die beim Hund keine Rolle spielen. Wiegen diese Argumente des Menschen die Interessen des Tieres auf?

Schauen wir uns auch die Industrie hinter der Haustierhaltung an.

Quellen: IVH/ZZF, Der Deutsche Heimtiermarkt 2024; Chippflicht nach Bundesland; Verordnung (EU) 2026/1818; Destatis, Rekordeinnahmen bei der Hundesteuer (2025); Alexander u. a., The global environmental paw print of pet food (Global Environmental Change, 2020). Aktualisiert im Oktober 2026.


Dieser Artikel ist Teil einer Reihe darüber, ob Sie ein Haustier bekommen sollen oder nicht. Der Inhalt dieser Serie ist unten. Darunter noch mehr Artikel über Haustiere.
Haustiere halten.

Zum Beispiel: der Hund

Geschichte des Hundes.
Hund von heute.
Die Folgen der Züchtungen.
Nachteile für den Hund.

Menschen

Warum wollen Menschen ein Haustier?
Nachteile für den Menschen.
Die Industrie um das Haustier.

Schlussfolgerung

Haustiere halten?

Siehe auch

Kaninchen als Haustier… Ungeeignet?
Schlechte Argumente für das Halten von Haustieren.
Was ist verkehrt am Goldfischglas?

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